| Tarife für die private Krankenzusatzversicherung ermitteln » |
Ambulante Operation oder Stationäre Operation? Wann braucht man die private Zusatzversicherung zur GKV
Zusatzkrankenversicherung, Krankenhaus, Krankenzusatzversicherung, Private-Zusatzversicherung, Ambulant Add commentsWenn man mal vor die Frage gestellt wird, eine aus gesundheitlichen Gründen angeratene Operation durchführen zu lassen, dann ist man meist erst bereit dazu, wenn man keine andere Wahl mehr hat oder zu haben glaubt. Freie Klinikwahl, freie Arztwahl heißt es oft, doch wenn der Operationstermin gemacht ist und die Aufnahme im Krankenhaus ansteht, dann trennen sich die Wege von GKV- und PKV-Patienten.
Ist die Entscheidung für eine Operation getroffen, dann kommt die wichtigste Wahl erst noch, wenn es zur Auswahl des Krankenhauses, des operierenden Arztes und damit unter Umständen auch der Operationsmethode kommt. Der überweisende Hausarzt, der Facharzt und die Krankenkasse können hier die wertvollsten Tipps geben und mehrere Meinungen einholen schadet meist nicht. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt direkt, in welche Klinik er im Fall der Fälle seinen Sohn oder ihre Tochter einweisen würde. Oft lohnt sich der Weg über die Stadt- oder Landesgrenzen hinaus, wenn es darum geht, die richtige Klinik oder den besten Operateur für sein Wehwechen zu finden.
Doch wer jetzt nicht über die richtige private Krankenversicherung oder die geeignete private Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung hat, kann darauf vertrauen, dass man nur den ausreichend kompetenten Operateur zugewiesen bekommt. Und gerade bei so genannten "Routine"-Operationen ist das bei gesetzlich Versicherten meist der Belegarzt oder ein Assistenzarzt unter Aufsicht eines Oberarztes, der nach der Operation mal drauf schaut, wenn er nicht vorher schon zur Hilfe gerufen wurde.
Es ist noch kein Oberarzt vom Himmel gefallen und Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.
Komplikation bei Operationen werden deshalb vorab besprochen, weil sie auftreten.
Und Routine ist wichtig, um auf auftretende Komplikationen optimal reagieren zu können.
Wer also seinen Operateur nicht auswählen kann, sollte sich wenigstens genauer über die Erfahrung des OP-Teams informieren. Unikliniken und verbundene Lehrkrankenhäuser z.B. verfügen zwar über das neueste know how, haben aber als Ausbildungsstätten für die angehenden Chirurgen den höchsten Personalverschleiss.
Das alleine reicht aus, sich frühzeitig mit einer Zusatzkrankenversicherung für den stationären Krankenhausaufenthalt zu beschäftigen, die die Kosten für das Chefarzt/Oberarzt-Team übernimmt.
Ob Einbett oder Zweibettzimmer ist dabei völlig uninteressant (das kann man sich zur Not auch noch aus eigener Tasche leisten), denn in den empfohlenen Kliniken findet meist eine Überbelegung durch Notfälle statt und ein Zweibettzimmer ist meist sowieso schon Standard.
Aufpassen muss man allerdings bei den Angeboten der Krankenversicherungen auf irreführende Formulierungen, wenn es um Leistungen für ambulante Operationen , also Operationen nach denen man den Abend schon wieder Zuhause verbringt ohne Übernachtungen und die entsprechende Nachversorgung in der Klinik, oder stationäre Operationen geht. Denn wer muss schon ambulante Operationen im Krankenhaus zusätzlich versichern, wenn Frau nicht gerade viele Kinder bekommen will?
Zur Zeit sind einige wenige Operationen ambulant sinnvoll und möglich, wie z.B. beim Leistenbruch, grauen Star oder Knochenbrüchen.
Genaues zu den Grundlagen, der Rechtsprechung und Kataloge über ambulante Operationen, was geht ambulant und was nicht, findet man hier: http://www.ecqmed.de/frames/ambop/ambop.htm
Warum also stationäre Operationen? >> http://www.op-info.de/ambostat.htm